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Elektromobilität in NRW

Aktivitäten

Im Rahmen von zunächst sieben Projekten sollen insgesamt rund 400 Fahrzeuge zum Einsatz gebracht sowie die dazu notwendige Infrastruktur aufgebaut werden. Gemeinsam mit verschiedenen Fahrzeugherstellern werden 155 Pkw im Flottenbetrieb erprobt. 21 Hybridbusse sind für den Einsatz im ÖPNV vorgesehen. 23 Nutzfahrzeuge sowie 160 verschiedene "Sonderfahrzeuge" wie Müllfahrzeuge, Elektroroller oder Elektrofahrräder runden das Programm ab.

Einbettung in die Region

Aufgrund der günstigen Forschungs- und Industrielandschaft sowie geeigneter Siedlungsstrukturen bestehen insbesondere in NRW hervorragende Voraussetzungen, mit der Modellregion Rhein-Ruhr eine der ersten großräumigen Modellregionen Europas zu realisieren. Zukunftsweisende Mobilitätskonzepte bieten vielversprechende wirtschaftliche Chancen. Um diese konsequent zu nutzen, beteiligt sich NRW an den Programmen der Bundesregierung und flankiert diese mit eigenen Landesprogrammen. Hierzu wurde im Rahmen der Energie- und Klimaschutzstrategie des Landes NRW u.a. ein Masterplan "Elektromobilität in NRW" erarbeitet.

Schwerpunkt

Das Thema "Elektromobilität in NRW" ist breit aufgestellt. Die im Rahmen der Modellregion Rhein-Ruhr vorgesehenen Schwerpunkte liegen einerseits im Individualverkehr (PKW-Flotten) sowie andererseits im Nutzfahrzeugbereich (Busse, Citylogistik, Abfallsammler etc.). Darüber hinaus sollen u. a. Car Sharing-Modelle und neue Mobilitätskonzepte entwickelt und erprobt sowie durch eine breit angelegte Begleitforschung unterstützt werden.

Die einzelnen Projekte im Überblick

Im Rahmen des Projektes „ColognE-Mobil“ der Ford Werke GmbH, Universität Duisburg/Essen, RheinEnergie AG und der Stadt Köln werden Flottenversuche mit den Elektrofahrzeugen „Ford Transit BEV“ und „Ford Focus BEV“ durchgeführt. Hierzu werden die Partner im Projektzeitraum insgesamt 25 Elektrofahrzeuge und die entsprechende Ladeinfrastruktur betreiben und dies wissenschaftlich und administrativ begleiten.

In dem Projekt „E-mobil NRW“, welches von den Stadtwerken Düsseldorf koordiniert wird, engagieren sich sieben Stadtwerke aus der Region für einen integrierten Feldtest mit verschiedenen Fahrzeugen. Geplant ist der Einsatz von 20 Elektrofahrzeugen, 26 E-Rollern und 4 Nutzfahrzeugen. Die notwendige Infrastruktur soll mit 58 Ladesäulen aufgebaut werden.

21 Hybridbusse verschiedener Bushersteller werden innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (Projekt „Hybridbuseinsatz im VRR“) im öffentlichen Nahverkehr zum Einsatz kommen. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Kraftfahrzeuge an der RWTH Aachen und dem TÜV Nord wird der Betrieb der Busse besonders im Hinblick auf Geräusch- und Schadstoffemissionen sowie Kraftstoffverbrauch analysiert und bewertet.

Bei einem weiteren Busprojekt „Hybridbusse im Feldtest“ wird ein Prototyp der Hersteller Voith/ Solaris mit einem parallelen Hybridbuskonzept getestet. In der zweiten Projektphase sollen vier Hybridbusse zum Einsatz kommen.

Das Vorhaben „E-Aix“ ist im Raum Aachen angesiedelt und wird von rund 50 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt. Die Koordination übernehmen die Stadtwerke Aachen. Neben dem Einsatz verschiedener Elektrofahrzeuge und der Schaffung neuer Infrastruktur- und Mobilitätskonzepte werden die Themen intelligente Stromversorgung, Marktvorbereitung, Kommunikation und Wissenstransfer untersucht.

Pendlerverkehr im Raum Dortmund, Essen und Mülheim an der Ruhr ist Bestandteil des Vorhabens „Stromschnelle“. Dabei werden rund 160 Elektrofahrzeuge innerhalb und zwischen den Städten eingesetzt und es wird an neuen Geschäftsmodellen für die Elektromobilität gearbeitet. RWE wird die erforderliche Ladeinfrastruktur installieren. 40 Fahrzeuge liefert Renault, die übrigen Fahrzeuge sind umgerüstete Fahrzeuge auf der Basis von Fiat Fiorino und Fiat 500.

Die Stadtwerke Krefeld erproben in Kooperation mit ihren Tochtergesellschaften GSAK und SWK Mobil im Rahmen des Projekts "Hybridabfallsammler Krefeld" vier Hybridabfallsammler mit zugehöriger Infrastruktur. Die Fahrzeuge werden im Regelbetrieb mit diversen Fahrzyklen und Nutzungsprofilen eingesetzt mit der Perspektive zur Einführung der Technologie nach erfolgreicher Erprobung und Hinweisen auf Optimierungsmöglichkeiten.

Zeitplan

Juni 2009:
Konkretisierung und Auswahl der Startprojekte in NRW sowie Abgleich der geplanten Projektarbeit mit dem Landeswettbewerb ElektroMobil.NRW

September 2009:
Veröffentlichung des Masterplans Elektromobilität in NRW

Oktober 2009:
Start erster Projektanträge, Aufbau von Infrastruktur und vorbereitender Projektarbeit November 2009 Entscheidung über die Projekte aus dem ersten
Landeswettbewerb ElektroMobil.NRW 

November 2009:
Entscheidung über die Projekte aus dem ersten Landeswettbewerb ElektroMobil.NRW

Dezember 2009:
Abschließende Beantragung der Projekte der Modellregion Rhein-Ruhr

Seit Januar 2010:
Start der Projekte durch Inbetriebnahme erster Fahrzeuge sowie schrittweise Aufstockung des Fahrzeugbestandes bis Mitte 2010.

Oktober 2010:
Voraussichtlich im 3. Quartal startet der zweite Landeswettbewerb ElektroMobil.2010

Bis Juli 2011:
Erprobungsphase inklusive umfassender Begleitforschung sowie Ableitung und Planung der folgenden Projektschritte

Kontakt

Dr. Andreas Ziolek
Leiter Regionale Projektleitstelle
EnergieAgentur.NRW
Haroldstr. 4, 40213 Düsseldorf


Telefon: 0211 - 866 42-0
E-Mail:
ziolek(at)energieagentur.nrw.de

Dr. Frank Köster
Telefon: 0211 - 866 42-0

E-Mail: koester(at)energieagentur.nrw.de

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Modellregion_Rhein-Ruhr_032010.pdf

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Das Bundesprogramm

Die Bundesregierung fördert von 2009 - 2011 mit insgesamt 500 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket II den Ausbau und die Marktvorbereitung der Elektromobilität. So werden zum Beispiel im BMVBS-Förderschwerpunkt "Elektromobilität in Modell-regionen" 8 Modellvorhaben mit insgesamt 115 Mio. Euro gefördert. Akteure aus Wissenschaft, Industrie und den beteiligten Kommunen arbeiten bei diesen Modellprojekten eng zusammen, um den Aufbau einer Infrastruktur und die Verankerung der Elektromobilität im öffentlichen Raum voran-zubringen. Die Modellregion Elektromobilität Rhein Ruhr ist Teil des Förderprogramms des BMVBS, welches im Nationalen
Entwicklungsplan Elektromobilität
verankert ist.