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Nachricht vom 05.07.2016


7. Deutscher Wasserstoff Congress mit 200 Teilnehmern in Berlin

Mit knapp 200 Experten findet der 7. Deutsche Wasserstoff Congress 2016 am 5. und 6. Juli in der NRW-Landesvertretung in Berlin statt. Schwerpunktthema ist die Rolle des Wasserstoffs als Wegbereiter für die Dekarbonisierung.

Grußworte von Sts Barthle, BMVI, und Sts Knitsch, MKULNV (unten)

Berlin. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und damit die Energiewende können nur erfolgreich sein, wenn neben dem Ausbau der Netze auch die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, die Energien in ausreichendem Maße zu speichern, um dadurch Erzeugung und Nutzung örtlich wie zeitlich entkoppeln zu können. Dies gelingt in der benötigten Größenordnung nur über den Wasserstoff. Der über den „Power-to-Hydrogen“ Ansatz erzeugte Wasserstoff lässt sich auf vielfältige Weise nutzen: Als Energieträger in Verbindung mit dem Erdgasnetz, zur Rückverstromung in Brennstoffzellen, als chemischer Grundstoff und als Kraftstoff im Verkehrssektor.

Im Rahmen der Veranstaltung am 5. und 6. Juli 2016 in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Berlin, werden Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die Anwendungsmöglichkeiten und Potenziale des Wasserstoffs vor dem Hintergrund der Energiewende und der Schaffung neuer Arbeitsplätze am Technologiestandort Deutschland diskutieren. Gemeinsame Veranstalter sind die EnergieAgentur.NRW (www.energieagentur.nrw), der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) (www.dwv-info.de) sowie die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) (www.now-gmbh.de).

Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, sagte in seiner Begrüßung: „Deutschland hat sich bei der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie im internationalen Vergleich eine führende Position erarbeitet. Die Technologie ist eine wichtige Alternative und nahezu marktreife Ergänzung zu den noch leistungs- und reichweitenbeschränkten Batteriefahrzeugen – für lange Strecken, für große Autos, für Busse, aber auch für den Schiffs- und Luftverkehr. Das Ergebnis unserer bisherigen Forschungs- und Entwicklungsförderung kann sich sehen lassen: Die Anwendung von Brennstoffzellen in mobilen, aber auch in stationären Anwendungen hat weitgehend ihre Alltagstauglichkeit und technologische Marktfähigkeit erreicht. Jetzt gilt es, die Markteinführung aktiv zu gestalten und den Markthochlauf zu unterstützen. Das Bundesverkehrsministerium bleibt in dieser Phase ein verlässlicher Partner für Wirtschaft und Wissenschaft. Allein für die Fortsetzung des Nationalen Innovationsprogramms stellen wir noch einmal 161 Millionen Euro für Förderprojekte im Mobilitätssektor bis 2018 bereit.“

In seinem Grußwort der Landesregierung NRW unterstrich Peter Knitsch, Staatssekretär im Düsseldorfer Umweltministerium, die Bedeutung der Wasserstofftechnologie: "Die Klimaschutzziele sind nur durch einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien erreichbar. Um den geplanten Ausbau bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Systemstabilität der Netze realisieren zu können, müssen innovative Konzepte und technische Lösungen zur Energieverteilung in den Netzen und zur Energiespeicherung entwickelt werden. Wasserstoff bietet als Energieträger die Chance, erneuerbare Energien in signifikanter Menge zu nutzen. So können zum Beispiel Brennstoffzellenfahrzeuge mit hohen Reichweiten und kurzen Betankungszeiten eine emissionsfreie Mobilität ermöglichen. Die NRW-Landesregierung ist überzeugt, dass Wasserstoff ein wichtiger Faktor in der künftigen Energiewirtschaft sein wird und will deshalb die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie weiterhin unterstützen."

Im Namen der Veranstalter erläuterte Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW: „Wasserstoff wird beim beschlossenen Ausbau der erneuerbaren Energien, den damit verbundenen Konsequenzen für die Speicherung, sowie für den Klimaschutz eine bedeutende Rolle in der Energiewirtschaft und im Verkehr des 21. Jahrhunderts spielen.

Die Voraussetzungen hierfür zu schaffen ist eine der Hauptaufgaben des im Jahre 2000 gegründeten Netzwerks Brennstoffzelle und Wasserstoff Nordrhein-Westfalen der EnergieAgentur.NRW. Im Netzwerk sind über 400 Mitgliedsunternehmen und -institute aus Wirtschaft und Wissenschaft aus dem In- und Ausland vertreten, die intensiv an der Entwicklung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik sowie der Elektromobilität arbeiten. Gemeinsam mit Land und Bund arbeiten wir an Strategien zur Markteinführung dieser Technologien.“

Ansprechpartner : Dr. Thomas Kattenstein; Leiter Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW Telefon: (02 11) 8 66 42 – 15
E-Mail: kattenstein(at)energieagentur.nrw

Rückfragen der Medien an: Uwe H. Burghardt M.A.; Pressesprecher Innovationen und Netzwerke Telefon: (02 11) 8 66 42 – 13
E-Mail: burghardt(at)energieagentur.nrw