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Nachricht vom 28.06.2016


Projektstart Carbon2Chem: emissionsarme Verbundproduktion der Stahl- und Chemieindustrie

Die in großer Menge bei der Stahlerzeugung anfallenden, kohlenstoffreichen Gase, die heute unter nachfolgender Kohlendioxidemission energetisch genutzt werden, könnten künftig wenigsten teilweise zusammen mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff zu chemischen Grundstoffen aufbereitet werden. So würde das Klima geschützt und der Rohstoff Erdöl ersetzt.

Am 27.06.2016 startete in Duisburg unter Beteiligung von Bundesforschungsministerin Dr. Johanna Wanka und NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze das mit gut 60 Mio. € aus Bundesmitteln geförderte Projekt Carbon2Chem. Die 14 Projektpartner unter Führung des Fraunhofer Umsicht, des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion und der thyssenkrupp AG untersuchen in den kommenden 4 Jahren die Aufbereitung von Stahlwerksgasen, die Wasser-Elektrolyse sowie die Konversion der beiden zu diversen chemischen Grundstoffen - inklusive der entsprechenden Lebenszyklusanalysen.

In einem Teilprojekt arbeitet thyssenkrupp gemeinsam mit dem Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) Duisburg an der Entwicklung der Elektrolysetechnologie. In weiteren Teilprojekten werden die die Reinigung der Hüttengase (Linde AG) sowie die Herstellung von Methanol (Akzo Nobel Industrial Chemical B.V.), von höheren Alkoholen (Evonik Industries AG) und von Oxymethylether (BASF) untersucht – in Klammern der jeweilige Koordinator. Oxymethylether ist als Dieselersatzstoff geeignet und soll in der motorischen Verbrennung keinen Feinstaub entstehen lassen. An diesem Projekt ist auch Volkswagen beteiligt.

zur Pressemitteilung von Fraunhofer UMSICHT