Mitglied werden
Druckversion
Nachricht vom 30.03.2016


Junior-Studenten forschen mit Wasserstoff und der Brennstoffzelle

Herumexperimentieren wie ein Professor; in einem innovativen Brennstoffzellenauto mitfahren; einen Blick ins Leben eines Astronauten werfen – den jungen Studenten der JuniorUni Wuppertal taten sich im Seminar „Wasserstoff + Brennstoffzelle = Energiebündel mit großer Wirkung“ viele erlebnisreiche Chancen auf. Das Seminar wurde zum ersten Mal an der JuniorUni Wuppertal in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW angeboten.

Über vier Termine hinweg lernten die Kinder und Jugendlichen im Alter von 9 bis 14 Jahren, was es mit dem elektrochemischen Vorgang der Elektrolyse auf sich hat, was eine Brennstoffzelle ist, wie man mit Solarzellen und Wasserstoff Energie speichern kann und was das alles mit dem Klimawandel und der Energiewende in Deutschland zu tun hat. Dabei stand vor allem das Modellfahrzeug „HyRunner“ der Firma H-TEC Educations im Mittelpunkt. Die Studenten erzeugten mit einer Solarzelle und einer Elektrolysezelle Wasserstoff, mit dem das Miniatur-Fahrzeug über eine Brennstoffzelle angetrieben wurde. Das Modellauto fuhr zwar langsamer als gedacht, aber dafür hatten die Forscher natürlich eine Lösung parat: So wurde am vorletzten Kurstag eine „gepimpte“ Variante des HyRunners gebaut, indem mehrere Brennstoffzellen und Gas-Tanks hintereinander geschaltet wurden.

Beeindruckt waren die Kinder und Jugendlichen auch von dem “echten“ Brennstoffzellenauto. Im Mercedes F-Cell durften sie eine Runde um den Block mitfahren und konnten kaum glauben, dass das vorher gebaute Modell auch in Groß funktioniert: „Da kommt wirklich nur Wasser aus dem Auspuff raus?“, fragte ein Teilnehmer erstaunt.

Der letzte Termin führte die Seminarteilnehmer dann von Wuppertal nach Köln-Porz zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), denn schließlich werden Brennstoffzellen in diesem Technologiebereich schon seit über 50 Jahren eingesetzt. In den Apollo-Raumschiffen beispielsweise, wurden Brennstoffzellen verwendet, weil Batterien zu schwer gewesen wären. Im School_Lab des DLR experimentierten die Studenten aber auch zu anderen Themenbereichen wie Werkstoffen, Infrarot oder Schwerelosigkeit. Das Highlight war mit Sicherheit die Führung durch das europäische Astronautenzentrum, in dem kurz vorher sogar noch ein Astronauten-Training stattgefunden hatte. Hier durften die Junior-Studenten einen Blick in die maßstabsgetreue Nachbildung des Columbus-Moduls der ISS werfen.

Mehr (auch Bilder) unter

http://fuelcellbox-nrw.de/index.php?id=320