Mitglied werden
Druckversion
Nachricht vom 16.10.2015


Weltweit effizienteste Power-to-Gas-Anlage in Hamburg eingeweiht

Großer Aufmarsch auf dem Gelände der „Power to gas“-Forschungsanlage am Allermöher Deich: Die weltweit modernste Elektrolyse-Anlage der Welt wurde gestern vor etwa 120 geladenen Gästen feierlich in Betrieb genommen. Per kompaktem Elektrolyse-Stack wird im „Innovationszentrum Reitbrook“ Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten. Dieses Verfahren (Elektrolyse) ist rund 150 Jahre alt. Doch noch nie konnte es so effektiv betrieben werden.

Pressemitteilung der NOW Gmbh vom 15.10.2015:

Dr. Klaus Bonhoff, Geschäftsführer (Sprecher) der NOW GmbH, nahm heute stellvertretend für den Bund und zusammen mit Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg, die weltweit effizienteste sowie kompakteste Power-to-Gas-Anlage auf dem HanseWerk-Forschungsgelände in Hamburg-Reitbrook in Betrieb.

Das Projekt ermöglicht die Zuführung von aus Windstrom hergestelltem Wasserstoff in das Hamburger Gasnetz. Das Gemeinschaftsprojekt von E.ON und HanseWerk zielt auf die Verwendung von mehr erneuerbaren Energien im Rahmen der gesteckten Vorsätze im Zuge der Energiewende.

Die Investitionssumme für dieses Projekt beträgt 13 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat eine Förderung über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) mit rund 6,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Koordiniert wird das NIP über die Nationale Organisation Wasserstoff und Brennstoffzelle (NOW) in Berlin.

Erstmals zum Einsatz kommt ein PEM-Elektrolyseur von Hydrogenics aus Gladbeck, der es ermöglicht, die Power-to-Gas-Technologie technisch und wirtschaftlich zu optimieren. Mit einer Leistung von 1,5 Megawatt erzielt die PEM-Elektrolyse einen dynamischeren Betrieb sowie geringere Energieverluste.

Dieser Stack, dessen Entwicklung rund zwei Jahre gedauert hat, ermöglicht ein effizienteres Elektrolyseverfahren als bisher. Mit einer Größe von ca. 50 x 50 x 50 cm handelt es sich um die weltweit kompakteste Einheit. Die hohe Dynamik des Systems erweist sich als ideal für das Zusammenspiel mit Wind und Sonnenenergie.

Seit 2013 betreibt E.ON im brandenburgischen Falkenhagen eine 2 MW Alkali-Elektrolyse, die die gesamte Prozesskette der Energiegewinnung abdeckt. Hierzu zählt die Aufnahme des Windstroms über die Umwandlung von Strom zu „WindGas“ bis hin zu Einspeisung  in das regionale Ferngasnetz.

 

Quelle: http://www.now-gmbh.de/de/presse-aktuelles/2015/ptg-anlage-in-hamburg.html