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Nachricht vom 30.09.2015


Voll im Trend: Brennstoffzellen für den Heizungskeller

Das ZBT in Duisburg öffnete seine Hallen am Mittwoch, den 30.09.15, für einen spannenden Einblick hinter die Kulissen: der Anwenderworkshop „Mikro-KWK mit Brennstoffzellen“ bot rund 100 Teilnehmern Informationen über die Zukunftstechnologie und ihre Förderung. Der Workshop wurde von der EnergieAgentur.NRW und der Initiative Brennstoffzelle (IBZ) veranstaltet.

Der Marktplatz für mKWK am ZBT

Der Workshop vermittelte Einblicke in die Erfahrungen mit verschiedenen Brennstoffzellengeräten für die Strom- und Wärmeversorgung: Das Thema Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) spielt im Rahmen der Energiewende eine zunehmend wichtige Rolle, da die KWK-Technologie nicht nur einen hohen Wirkungsgrad verspricht, sondern zukünftig auch Fluktuationen im Stromnetz flexibel ausgleichen kann. Auch kleinere Mikro-KWK-Systeme, die der Wärmeversorgung von Objekten dienen, können hier einen Beitrag leisten. Im Bereich der Mikro-KWK sind Brennstoffzellen bereits weit entwickelt.

„In NRW haben sich bereits rund 150 Privatpersonen und Unternehmen im Rahmen des „progres.nrw-KWK“-Förderprogramms für eine Mikro-KWK-Anlage mit Brennstoffzellen entschieden“, berichtete Dr. Thomas Kattenstein, Leiter des Netzwerks Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW. Das Förderprogramm vom NRW-Klimaschutzministerium war deutschlandweit das erste seiner Art, das für Brennstoffzellen-KWK besonders attraktive Förderkonditionen vorsieht. „Mit Erfolg, denn in einer Umfrage unter den geförderten Personen haben 90 % bestätigt, dass sie die tägliche Benutzung der Technologie von der Markttauglichkeit der Brennstoffzelle überzeugt hat“, führte Kattenstein weiter aus.

Dass die Technologie immer mehr Menschen begeistert, bewies auch das große Interesse am Anwenderworkshop. Dominik Holzapfel von der KWK-Kampagne der EnergieAgentur.NRW zeigte sich erfreut: „Mit einer derart positiven Resonanz haben wir nicht gerechnet. Das zeigt, dass wir mit den angesprochenen Themen im Workshop – zur Förderung, Praxiserfahrung und dem aktuellen Stand in Forschung und Entwicklung – die offenen Fragen zur Mikro-KWK mit Brennstoffzellen gut abdecken konnten. Auch der Marktplatz, auf dem sich verschiedene Anbieter präsentierten, konnte punkten“.

Insbesondere zu den Marktaussichten hatten die Teilnehmer viele Fragen. Alexander Dauensteiner von der IBZ hierzu: „Brennstoffzellenheizgeräte sind marktreif, sie erreichen schon heute sehr hohe Lebensdauern und Verfügbarkeiten. Mit spezifischen Förderprogrammen können die noch höheren Anschaffungskosten abgefedert werden. Wir warten daher gespannt auf das vom Bund angekündigte Förderprogramm, das auf die existierenden Programme der Länder wie NRW aufsetzen kann.“

Ausführliche Informationen rund um das Thema Mikro-KWK mit Brennstoffzellen finden interessierte Privatleute und Unternehmen auf folgenden Internetseiten:

Förderung: http://www.progres.nrw.de

Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW: www.energieagentur.nrw.de/netzwerk-brennstoffzelle

KWK-Kampagne: http://www.kwk-fuer-nrw.de/

Initiative Brennstoffzelle: http://www.ibz-info.de/

Ansprechpartner:

Dominik Holzapfel: holzapfel(at)energieagentur.nrw.de, Tel. 0211/86642-247