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Nachricht vom 21.04.2015


IEA-Annex Elektrolyse zu Gast in Herten

Die Internationalen Energieagentur (IEA) tagt zur Standardisierung von Wasserelektrolyse zwei Tage im Wasserstoff-Anwenderzentrum Herten. Unter den 30 Teilnehmern ist auch das Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW vertreten. Die teilweise internationalen Gäste können sich gleichzeitig ein Bild der Windstromelektrolyse-Anlage vor Ort machen.

Teilnehmer des IEA-Workshops in Herten

Das Wasserstoff-Anwenderzentrum Herten hat seit gestern für zwei Tage den Fachausschuss Elektrolyse der Internationalen Energieagentur (IEA) zu Gast. Die Agentur arbeitet im Auftrag der OECD-Mitgliedstaaten (Industriestaaten) an der Sicherung der Energieversorgung von morgen.

Im Rahmen der Veranstaltung, die vom Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff der EnergieAgentur.NRW unterstützt wurde, befassen sich dreißig ausgewiesene Experten mit der Standardisierung der Performancemessung und der Lebensdauerverbesserung für die Wasserelektrolyse. Die Technologie gilt als Schlüssel für die Speicherung großer Mengen unregelmäßig anfallender erneuerbarer Energie und ist damit eine fundamental wichtige Zukunftstechnologie. In Bezug auf Lebensdauer wurden bei der jüngeren PEM-Technologie in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt, die nun einen energiewirtschaftlichen Einsatz erlauben. Einheiten (Stacks) mit mehreren MW Leistung werden nun angeboten.

Die Moderation hat Herr Jürgen Mergel, ehemals Forschungszentrum Jülich, übernommen. Unter den Gästen, die teils aus den USA, Korea und Japan angereisten, sind Vertreter wichtiger Elektrolysehersteller wie Areva H2Gen, Giner, Hydrogenics, ITM Power, Proton Onsite, Siemens und ThyssenKrupp sowie renommierter Forschungsinstitute des Forschungszentrums Jülich, der Fraunhofer Gesellschaft und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

Die Wahl des Tagungsortes Herten zeigt einmal mehr die Beachtung die das Wasserstoff-Anwenderzentrum in der Fachwelt genießt. Die Gäste wurden von Stadtbaurat Volker Lindner im Namen der Stadt Herten und des h2-netzwerk-ruhr begrüßt. Die Windstromelektrolyse erläutert Prof. Karl Klug vom Westfälischen Energieinstitut. Die zahlreichen Aktivitäten im Land NRW werden durch Dr. Michael Weber vom Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW vorgestellt.