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Nachricht vom 18.01.2017


Air Liquide eröffnet Wasserstofftankstelle in Kamen

Vierte 700 bar Tankstelle in NRW fertiggestellt - H2 Korridor nimmt Konturen an. Die neue Air Liquide-­Station am Schattweg wurde im Rahmen der Clean Energy Partnership realisiert. Der Regelbetrieb erfolgt ab Mitte Januar.

Air Liquide ist im Rahmen der Clean Energy Partnership (CEP)
beim Ausbau der bundesweiten Wasserstoff(H2)infrastruktur einen wichtigen Schritt vorangekommen und hat heute im nordrhein-­westfälischen Kamen die Fertigstellung seiner ersten H2-­Tankstelle im Ruhrgebiet gefeiert.
Die neue Air Liquide-­Station am Schattweg wurde im Rahmen der Clean Energy Partnership, Europas größtem Demonstrationsprojekt im Bereich Wasserstoffmobilität, realisiert. Bau und Betrieb werden vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit über 800.000 Euro gefördert. Die H2-­Station durchläuft derzeit letzte interne Tests; der Regelbetrieb wird in ca. vier Wochen beginnen.

Bis 2018/19 sollen in Deutschland rund 100 Wasserstofftankstellen gebaut werden, um die Markteinführung von Brennstoffzellenfahrzeugen zu flankieren. Zunächst steht dabei die Versorgung der Metropolregionen inklusive der verbindenden Autobahnen im Vordergrund. Mit den Standorten in Düsseldorf, Wuppertal, Münster und Kamen verfügt Nordrhein-­Westfalen nun
über vier öffentliche Betankungsstationen für Wasserstoff. Air Liquide plant den Bau weiterer Tankstellen in Nordrhein-­Westfalen sowie in Baden-­Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-­Pfalz.


Die unweit des Kamener Kreuzes (A1/A2) gelegene neue Air Liquide-­Tankstelle hat eine Tageskapazität von 200 kg Wasserstoff und kann täglich bis zu 40 Brennstoffzellenfahrzeuge betanken.

Thorsten Herbert, bei der Nationalen Organisation Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie zuständig für den Bereich Mobilität, sagte anlässlich der Baufertigstellung: „Elektromobilität mit Brennstoffzellentechnologie vereint saubere Mobilität mit hoher Reichweite und schnellem Tanken. Damit die Fahrzeuge jetzt auf die Straße kommen, brauchen wir ein großes Wasserstoff-­Tankstellennetz in Deutschland – in den Metropolen, entlang der Autobahnen und auch in der Fläche. Die Einrichtung von H2 Mobility-­Stationen in konventionellen Tankstellen ist ein wichtiger Schritt für die Wasserstoff-­Mobilität. Mit dem ,50-­Tankstellen-­Programm‘ entsteht ein bundesweites Grundnetz, dessen Aufbau das BMWI mit 28 Millionen Euro fördert. Davon gehen allein 800.000 Euro an die neue H2-­Station in Kamen.“

„Mit den Fördermitteln des NIP wird im Rahmen des bundesweiten Aufbaus von 50 H2-­Tankstellen auch die Standardisierung der Technologiesysteme vorangetrieben und eine Weiterentwicklung der Qualitätskontrollen durch die andauernde Alltagserprobung ermöglicht“, erklärte er weiter. „Das NIP hat damit entscheidend zur erlangten Marktreife der Technologie beigetragen.“

Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-­Westfalen: „Die nordrhein-­westfälische Landesregierung unterstützt seit vielen Jahren den Auf-­ und Ausbau alternativer Antriebe. Wir sorgen dafür, dass auch Wasserstoffmobilität fester Bestandteil des Verkehrs auf nordrhein-­westfälischen Straßen wird. Mit ihr können wir dazu beitragen, die Luft sauber zu halten und emissionsarme Mobilität fördern. Innovationen bei Antriebstechnologien und der Infrastrukturausbau machen den Verkehr in NRW zukunftssicher und erhalten die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen.“

Elke Kappen, 1. Beigeordnete und Vertreterin des Bürgermeisters der Stadt Kamen: „Ich begrüße den Bau der Air Liquide-­Wasserstofftankstelle in Kamen, da sie hervorragend in das Klimaschutzkonzept der Stadt integriert werden kann. Unsere Stadt zählt mit diesem Angebot zu den Pionierstädten in NRW, darüber freue ich mich. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit den Wasserstofftankstellen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und vor dem Hintergrund der Energiewende auf dem richtigen Weg zu einer nachhaltigen Mobilität sind.“

Antoine Mazas, Geschäftsführer Air Liquide Advanced Technologies GmbH: „Der
Transportsektor ist für einen Großteil der Kohlendioxid-­ und Partikelemissionen verantwortlich. Die Reduktion des CO2-­Fußabdrucks von Fahrzeugen ist unabdingbar, wenn es darum geht, unsere Städte sauberer und lebenswerter zu machen. Für den Übergang in eine "Low Carbon Society" spielt Wasserstoff eine Schlüsselrolle." 

Derzeit sind gut 30 Wasserstofftankstellen in Deutschland fertiggestellt. Diese sind als Forschungs-­ und Entwicklungsprojekte durch den Bund über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff-­ und Brennstoffzellentechnologie (NIP) gefördert. Die bestehenden Tankstellen stellen heute schon die Versorgung in den Metropolregionen Berlin, Hamburg, Rhein/Ruhr, Stuttgart und München sicher. Mit den derzeit in Betrieb befindlichen Tankstellen werden bereits über 6 Mio. Menschen erreicht.

Der Aufbau einer flächendeckenden Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland geht einher mit dem geplanten Markthochlauf von Brennstoffzellenfahrzeugen verschiedener Hersteller. Der Standort Kamen ist Teil des 2012 ins Leben gerufenen Ausbauplans, der das deutsche H2-­Netz auf insgesamt 50 Standorte erweitern wird. Der Aufbau dieser Wasserstofftankstellen wird vom Bund durch das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff-­ und Brennstoffzellentechnologie gefördert.

(Quelle: CEP)

Hinweis: Ab wann genau an der neuen H2-Station in Kamen Wasserstoff getankt werden kann, erfahren Sie im Tankstellenverfügbarkeitssystem der Clean Energy Partnership unter: www.h2station.info

Auf dem Foto v.l.n.r.:

Antoine Mazas, Geschäftsführer AIR LIQUIDE Advanced Technologies GmbH; Thorsten Herbert, Bereichsleiter Verkehr und Infrastruktur, Nationale Organisation_Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW); Christian Last, Vice President Large Industries Central-West Europe Air Liquide; Elke Kappen, 1. Beigeordnete und Vertreterin des Bürgermeisters der Stadt Kamen; Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen

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